Vögel

Die Tøndermarsk ist eines der vogelreichsten Gebiete Dänemarks.

Die besondere Kulturlandschaft, in der man die Landschaft mit den vielen Feuchtgebieten geformt hat, bietet Fischen und vor allem Vögeln gute Laich- und Nistmöglichkeiten.

In der Tøndermarsken ist das Vogelleben so einzigartig, dass mehrere Gebiete Vogelschutzgebiete sind, in denen die Nist- und Futtergebiete der Vögel geschützt und bewahrt werden sollen.

VÖGEL

Zug- und Rastvögel
Die Tøndermarsken ist für die vielen Wasservögel bekannt, die sich hier versammeln. Es kommen Tausende von Gänsen hierher, u. a. Weißwangengänse, Kurzschnabelgänse, Graugänse und Blessgänse. Alle Enten- und Watvogelarten, die es in Dänemark gibt, sind im Laufe des Jahres vor Ort zu sehen, wenn sie durch das Gebiet ziehen oder in der Marsch Rast machen.

Zu den Raubvögeln, die das Gebiet regelmäßig besuchen, zählen beispielsweise Wanderfalken, Merline, Raufußbussarde, Kornweihen und Seeadler. Auch große Scharen von kleineren Vögeln wie Drosseln, Pieper, Bachstelzen, Lerchen, Schwalben und Finken besuchen die Landschaft.

Schwarze Sonne
Ein spektakuläres Phänomen, das im Frühling und im Herbst zu sehen ist, ist die „Schwarze Sonne“. Dann fliegen Stare in riesigen Formationen über die Wiesen, bevor sie sich zum Übernachten in die Schilfwälder begeben.

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Feuchtgebiete der Tøndermarsk

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Gammel Frederikskog
Hier bewegt man sich in den am besten erhaltenen Bereich der Tøndermarsken, in dem Rotschenkel, Kiebitze und Uferschnepfen nisten. Bitte beachten Sie die zahlreichen Kanäle und Gräben – ein ausgedehntes Be- und Entwässerungssystem, das die Felder im Sommer mit Wasser versorgt und sie im Winter entwässert.

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Margrethe Kog
Margrethe Kog entstand, als man von 1979-1981 den Deutsch-Dänischen Deich anlegte. Vom 1861-Deich aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Naturschutzgebiet. In den Kleigräben, die jetzt mit Unterstützung des Nationalparks Wattenmeer renaturiert werden, leben viele Vögel.

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Hasberg
Der See „Hasberg Sø“ liegt auf der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark. Von einem Vogelbeobachtungsplatz auf dem Deich aus hat man eine seltene Gelegenheit, das Leben in einem Schilfwald aus nächster Nähe zu beobachten. Hier nistet unter anderem der sehr seltene Trauerseeschwalbe. Zudem nisten hier Rohrdommeln, Rohrweihen, Löffelenten, Schnatterenten und Knäkenten. Der See ist ein bekannter Ort, um die „Schwarze Sonne“ zu erleben.

Tøndermarsken Magister Kog

Magisterkog
Der sumpfige Koog, der eine Art Verbreiterung des Flusses Vidå ist, ist einer der bekanntesten Orte für das Naturereignis „Schwarze Sonne“, das entsteht, wenn sich Tausende von Staren zum Übernachten in die Schilfwälder begeben. Im Magisterkog nisten u. a. Rohrdommeln, Graugänse, Schnatterenten, Rohrweihen, Tüpfelsumpfhühner und alle gewöhnlichen Sumpfvögel. Im Gebiet gibt es ebenfalls Dänemarks größten Bestand an Blaukehlchen.

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Nørresø
Das Feuchtgebiet Nørresø sowie Hestholm Sønder Kog wurden 2010 etabliert, um die erforderlichen Laich- und Aufzuchtgebiete für den sehr seltenen Fisch Nordseeschnäpel wieder einzurichten. Vom Projekt haben auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten profitiert, und im Gebiet gibt es ein vielseitiges Vogelleben. Hier kann man ganzjährig viele der Wasservögel erleben, die auch andernorts in der Tøndermarsken zu sehen sind. Aber am See „Nørresø“ kann man den Vögeln häufig viel näher kommen.

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Siltoft
Siltoft ist Dänemarks westlichster Grenzübergang. Wenn man einen Abstecher gen Westen zum Wattenmeer macht, kann man den künstlich angelegten, seichten Salzwassersee mit vielen Watvögeln erleben. Der See ist auf der deutschen Seite ein Süßwassersee und beherbergt deshalb völlig andere Vogelarten.

Rudbøl Sø

Rudbøl Sø
Der See „Rudbøl Sø“ ist relativ seicht, und die deutsch-dänische Grenze verläuft mitten durch den See. Man kann auf dem Flussdeich am See entlanggehen, von wo aus man eine gute Aussicht auf den See und die dort lebenden Vögel hat. Hier nisten unter anderem Rohrdommeln, Graugänse, Schnatterenten, Rohrweihen Tüpfelsumpfhühner. Der typische Ruf der Rohrdommeln ist den ganzen Frühling über zu hören.

Die Rohrdommel ist einer der außergewöhnlichsten Vögel Dänemarks. Es ist ein mittelgroßer Reiher, der sich selten sehen lässt, da er sehr gut getarnt und recht scheu ist. Dafür kann man im Frühling die mystischen Rufe der Männchen hören – dumpfe Balzrufe, die ein wenig an das Geräusch erinnern, das entsteht, wenn man in eine leere Flasche bläst. Die Rufe der Rohrdommel sind so kräftig, dass sie in mehreren Kilometern Entfernung zu hören sind.

Bramgæs

Bremsbøl Sø
Seit 2013 ist der See „Bremsbøl Sø“ Teil der Reservate der dänischen Vogelschutzstiftung. Das Gebiet entstand im Zuge eines deutsch-dänischen Projekts, bei dem man aus dem Vidåsystem Wasser abführt, um für die erhöhten Niederschlagsmengen Platz zu machen. Vom Parkplatz am Bremsbølvej aus verläuft ein Pfad zu einem großen Vogelbeobachtungsplatz, von wo aus man einen hervorragenden Blick auf den Großteil eines neu angelegten Sees mit einer künstlichen Brutinsel hat, der von abgegrasten Wiesen umgeben ist.

Der See „Bremsbøl Sø“ ist ein Refugium für große Scharen von unter anderem Pfeifenten, Stockenten und Reiherenten. Auf den Feldern grasen im Winter häufig Scharen von Singschwänen und Pfeifschwänen zusammen mit Tausenden von Weißwangengänsen und Blässgänsen. An Watvögeln sind häufig Wasserläufer zu sehen – Dunkler Wasserläufer, Grünschenkel, Waldwasserläufer und Flussuferläufer.